Erklärung: Rudelführerverhalten

Das Seminar Rudelführerverhalten setzt sich aus 2 Teilen zusammen:

  • Teil 1: Theorie-Teil und Praxisteil auf dem Hundeplatz
  • Teil 2: Praxisteil im Gelände und in der Stadt

Im Seminar  geht es nicht um Erziehungsübungen sondern um Beziehungsübungen zwischen Hundeführer und Hund.

Es kommt somit nicht auf perfektes “Sitz”, “Platz” oder “Fuss” an, sondern darauf, dass der Hund und auch der Hundeführer lernen, die natürliche Rangordnung einzunehmen.

Der Hund soll entspannt an lockerer Leine laufen, auf seinen Hundeführer achten und ihm folgen. Die Bewegungseinschränkung spielt hier eine große Rolle. Der Hundeführer weist dem Hund seinen Platz zu - neben oder hinter dem Hundeführer, aber nicht vor dem Hundeführer.

Wenn wir dem Hund das Kommando “Lauf” geben, soll das nicht heißen: “Gib Gas und renn’ 500 mtr. von mir weg.” - Sondern: “Bleib in meinem Dunstkreis; du darfst dich in einem bestimmten Radius frei um mich bewegen.” Ziel soll sein, dass der Hund jede Aktion (z.B. jagen) nicht einfach selbstständig ausführt, sondern vorher “Rücksprache” mit seinem Hundeführer hält. Somit ist der Hund ansprechbar und lenkbar.

Nichts ist schlimmer, als irgendwo einsam zu stehen und auf seinen Hund zu warten. Und genau das tun wir nicht. Der Hund soll lernen, dass wir nicht auf ihn warten sondern er nach dem Hundeführer schauen muss, um den Anschluss nicht zu verpassen.

Dazu gehört aber auch den “Spaziergang” spannend zu gestalten, Sie müssen den Hund aber nicht den ganzen Spaziergang bespaßen. Grundsätzlich: Was tun Hunde auf einem “Spaziergang”? Hunde markieren ihr Revier, schauen wer da war, schnüffeln und gehen jagen. Hunde gehen nicht einfach “spazieren”!

Es gibt ein paar einfache Kniffe, um den Hund bei sich zu behalten - Sie müssen sie nur kennen und anwenden. Notfalls muss er anfangs an die Schleppleine, damit Sie auf ihn einwirken können, bis er verstanden hat, dass eigenmächtige Entscheidungen von Ihnen nicht gewünscht sind.

Aber auch für Sie gilt: Training ist Arbeit!
Kein Hund - auch jene nicht, die gut gehorchen - haben Ein- oder Ausschaltknöpfe. Wenn ein Hund gut gehorcht, steckt da auch Arbeit dahinter! Dessen müssen Sie sich bewusst sein. Aber lieber ein paar Wochen konsequente Arbeit, als ein Hundeleben lang einen unerzogenen Hund.

Interesse?
Rudelführer-Seminare hier in der Hundeschule finden Sie unter Termine.

 

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