Erklärung: Mantrailing

Frei nach dem Motto: “Ich rieche was, was Du nicht siehst!”

Mantrailing kommt aus dem Englischen.
man = Mensch
trail = Pfad oder Spur verfolgen

Mantrailing ist eine bestimmte Form der Personensuche. Jeder Mensch hat einen bestimmten Individualgeruch. Hundenasen sind in der Lage diesen bestimmten Geruch zu identifizieren, aus allen anderen Gerüchen herauszufiltern und zu verfolgen. Mantrailing bedeutet also, dass ein Mantrailer-Hund einer individuellen Geruchsspur folgt - im Gegensatz zu Fährtenarbeit wo der Hund mit tiefer Nase nach Bodenverletzungen sucht. Diese Geruchsspur hinterlässt jeder Mensch, egal ob er geht oder steht, ob er viel oder wenig Kleidung trägt. Nachdem er die Geruchsprobe einer bestimmten Person erhalten hat, sucht der Hund an Geschirr und langer Leine eben jene Person. D.h. mit Hilfe eines Gegenstandes, der eindeutig mit dem Geruch der zu suchenden Person behaftet ist, kann der Mantrailer aus den unzähligen Gerüchen der Umgebung die richtige Geruchsspur aufnehmen, herausfiltern und die Spur der vermissten Person ausfindig machen. Mantrailer werden heute erfolgreich bei der Suche nach vermissten Personen eingesetzt. In unserem Kurs arbeiten wir allerdings nicht auf Einsätze hin, sondern wollen unsere Hunde damit artgerecht beschäftigen und geistig auslasten. Es geht um Spaß und Teamwork (wobei wir Menschen uns damit abfinden müssen, dass unsere Vierbeiner hier eindeutig die Nase vorn haben), Leistungs- oder Erfolgsdruck gibt es hier nicht.

Der Mantrailer arbeitet auf jedem Untergrund: Wald, Wiese, Schotter, Asphalt oder auch Beton. Außerdem kann der Hund einen Individualgeruch auch in einer Menschenmenge ausfindig machen. Das macht die Arbeit des Mantrailers so spannend und einzigartig.

Der Hundeführer hat die wichtige Aufgabe den Hund „zu lesen“, also die Signale, welche ein Hund während der Suche zeigt - feinste Änderungen in der Körperhaltung, Rute, Bewegungen des Kopfes - zu sehen, zu deuten und entsprechend zu reagieren.

Geeignet für alle Hunde, auch wenn man immer das Bild eines Bloodhound im Kopf hat: somit auch für Welpen, erwachsene oder ältere Hunde oder auch Hunde mit Handicaps.

Sie benötigen:
- 5 und 10 m lange Leinen (ohne Ringe oder Schlaufen) für Ortschaft und Wald
- Brustgeschirr oder Kenndecke
- Warnweste für den Hundeführer
- Supertolle Leckerchen (z.B. Nassfutter, Thunfisch, Würstchen, Käse o.ä.), verteilt auf 3-4 Portionen (werden anfangs dem ”Vermissten” mitgegeben)
- 3-Liter-Zipbeutel für die Geruchsproben
- Wasser für den Hund
- sterile Einmalhandschuhe
- 1 Päckchen Taschentücher
- Spielzeug für den Hund
- eigene Geruchsprobe (bitte von der oberen Körperhälfte :-), wie T-Shirt, Schlafanzug oder auch Kopfkissenbezug).

Anmerkungen:
Die Hunde werden einzeln gearbeitet, das bedeutet, dass diejenigen, die gerade nicht an der Reihe sind, im Auto warten. Denken Sie deshalb je nach Außentemperaturen an eine warme Decke oder einen Mantel für Ihren Hund.

Ferner ist bei diesem Kurs auch ein theoretischer Teil nötig, damit Alle die gleichen Grundvoraussetzungen für die Suche haben - das gilt auch für unsere “potentiellen Vermissten”, die sich für die Suche zur Verfügung stellen...

 

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